Feiner Seidenteppich · Qum (Ghom) · The Djoharian Collection
Feiner Ghom Seidenteppich — Paradiesgarten
155 × 100 cm · Seide auf Seide
Reine Seide auf Seidenkette — das Paradiesgarten-Rosendesign auf leuchtendem Goldgrund, geknüpft mit rund einer Million Knoten pro m².
Herkunft und Knüpftradition
Qum (Ghom) ist eine der jüngsten großen Knüpfstädte Persiens — die Produktion begann erst in den 1930er-Jahren — und doch haben ihre Werkstätten innerhalb einer Generation die reine Seidenknüpfung auf ein Niveau gehoben, das mit den feinsten Manufakturen von Isfahan und Nain konkurrieren kann. Ein feiner Ghom-Seidenteppich ist eines der anspruchsvollsten Stücke, die ein Meisterknüpfer hervorbringen kann: Jeder Knoten besteht aus Seide, das Design muss in außergewöhnlicher Dichte gezeichnet sein, und die kleinste Unregelmäßigkeit ist auf dem glänzenden Grund sichtbar.
Dieses Stück wurde vor etwa 30 bis 40 Jahren in Qum, Iran handgeknüpft, aus 100% reiner Naturseide in Flor und Kette, mit einer Knotendichte von etwa 900.000 bis 1.000.000 Knoten pro m² (580 bis 645 Knoten pro Inch²).
Der Paradiesgarten — Farbe und Komposition
Die Komposition folgt dem klassischen Paradiesgarten-Vokabular — ein persisches Bildmotiv, das die koranische Beschreibung des Paradieses in Textil übersetzt: blühende Rosensträucher, Singvögel und ein Paradiesgarten in gestufter, symmetrischer Anordnung. Ein leuchtendes gold-senffarbenes Feld trägt dichte Rosenbouquets in Altrosa, tiefem Bordeaux und Creme, mit Laub und Stielen in Grün und kleinen Akzenten in Hellblau; Singvögel beleben das obere Feld. Eine tiefe rote Bordüre mit floralem Rankwerk rahmt das Feld, abgesetzt durch feine creme- und hellblaue Schutzstreifen. Der Seidenglanz verschiebt die ganze Palette mit dem Licht — der Goldgrund wechselt von Honig zu blassem Bernstein über die Fläche.
Wirkung im Raum
Mit 155 × 100 cm (1,55 m²) handelt es sich um ein fokussiertes Kleinformat — ein Stück für bewusste Platzierung und nahes Betrachten. Drei Kontexte, in denen der Ghom-Seide seine volle Wirkung entfaltet:
- Leseecke oder Arbeitszimmer: Neben einem Schreibtisch oder unter einem Lesesessel belohnt das Paradiesgarten-Feld stille, wiederholte Betrachtung.
- Eingangsbereich oder Vestibül: Als Stück am Weg ins Haus signalisiert der Seidenglanz Handwerk ohne Ornamentlast.
- Wandbehang als Textilkunst: Reine Seidenstücke dieser Dichte sind ebenso an der Wand zu Hause wie auf dem Boden — das wechselnde Licht wird Teil des Werks.
Technische Daten
| Herkunft | Qum (Ghom), Iran |
| Design | Paradiesgarten — klassisches persisches Vokabular |
| Knüpfung | Handgeknüpft, persischer Knoten |
| Knotendichte | ca. 900.000–1.000.000 Knoten pro m² (580–645 / Inch²) |
| Material | 100 % reine Naturseide in Flor und Kette |
| Florhöhe | ca. 0,6 cm |
| Maße | 155 × 100 cm, ohne Fransen |
| Fläche | 1,55 m² (kleines Akzentformat) |
| Ära | Semi-antik, ca. 30–40 Jahre alt |
| Zustand | Sehr gut, fachmännisch geprüft und gewaschen |
| Farben | Gold-Senf-Feld, Altrosa- und Bordeaux-Rosen, rote Bordüre, Grün, Hellblau, Creme |
| Fußbodenheizung | Geeignet |
| Referenz | #13915 |
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